» Spielsucht-Therapie: Welche Möglichkeiten gibt es?
Das Spielen wird in dieser Anfangsphase noch als Vergnügen wahrgenommen und verleitet die Betroffenen dazu, weiterzuspielen. Es werden immer höhere Einsätze getätigt, da die Gewinn-Erwartungen steigen. Der Name OASIS ist eine Abkürzung für „Onlineabfrage Spielerstatus“. Der GlüStV 2021 schreibt vor, dass jeder Spieler ein personenbezogenes Nutzerkonto eröffnen muss, mit dem er sich vor dem Spielen beim Betreiber ausweisen muss. Die Nutzerdaten werden hierbei mit der Sperrdatei abgeglichen.
Diese bewirkt, dass die betroffene Person gesperrt wird und somit nicht mehr an Glücksspielen teilnehmen kann. Schuldnerberatungsstellen helfen bei finanziellen Schwierigkeiten und Schulden. Schuldnerberatungsstellen setzen sich in Absprache mit Ihnen auch mit Gläubigern in Verbindung. Reden Sie mit Ihrem Angehörigen über Ihre Sorgen und wie sich die Glücksspielprobleme auch auf Sie auswirken. Weisen Sie den Betroffenen auf die vorhandenen Hilfemöglichkeiten hin und motivieren ihn, sich beraten zu lassen.
Wir arbeiten mit Prozesskostenfinanzierern zusammen, die alle anfallenden Kosten für Sie übernehmen. Sie können Ihre Spielverluste mit uns also völlig risikofrei zurückholen. Neue Beratungsstelle erfassen, bestehende Beratungsstelle aktualisieren.
Technologische Innovationen eröffnen ständig neue Möglichkeiten im Online-Glücksspielbereich, was jedoch auch Risiken mit sich bringt. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzen sich verantwortungsvolle Anbieter für einen sicheren und transparenten Spielbetrieb ein. Sie informieren ihre Kundinnen und Kunden ausführlich über verfügbare Präventionsmaßnahmen und unterstützen sie bei der Identifikation von problematischem Spielverhalten. So fördern sie verantwortungsvolles Spielen und minimieren das Risiko einer Spielsucht. Eine Spielsucht entwickelt sich schleichend und birgt gerade deshalb ein hohes Risiko.
SPIELSUCHT: HILFE FINDEN
Einige haben ständig Streit mit ihrer Familie, andere ziehen sich zurück und verlieren den Kontakt zu anderen Menschen außerhalb des Spielermilieus. In schlimmen Fällen zerstört die Sucht auch Beziehungen, Berufssleben und die gänzliche soziale Existenz. Selbsthilfegruppen können in solchen Fällen eine letzte rettende soziale Gemeinschaft für den Betroffenen darstellen.
- Mehr Informationen zu den sucht- und spielerschutzrelevanten Maßnahmen des GlüStV 2021 finden Sie hier.
- Bedankt sich bei dem Sportmoderator Werner Hansch für seine bisherige Tätigkeit als Botschafter unseres Verbandes.
- Weitere Informationen zur Entstehung von Suchtverhalten finden Sie unter Risiko- und Schutzfaktoren.
- Die Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht bieten ebenfalls eine Suchfunktion für eine Beratung vor Ort an.
Wie kann man einer Glücksspielsucht vorbeugen?
Bitte beachten Sie, dass die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) keine eigenen Beratungs- und Hilfsangebote anbietet. Die Aufgabe der GGL ist es, die Einhaltung dieser Maßnahmen sicherzustellen und das Glücksspielbedürfnis der VerbraucherInnen in legale und beaufsichtigte Bahnen zu lenken. Die Maßnahmen zielen unter anderem darauf ab, die Suchtgefahr einzudämmen. Ein Gewinn beim Glücksspiel kann einen positiven Bewusstseinszustand auslösen, sodass Spielende ihn durch erneutes Spielen immer wieder hervorrufen möchten. Je länger und je öfter eine Person spielt, desto höher wird die Toleranz und sie muss häufig mit höheren Einsätzen spielen, um das Glücksgefühl trotzdem hervorrufen zu können. Auf Dauer führt ein unkontrolliertes Spielverhalten zu enormen finanziellen Folgeschäden, sodass Kredite aufgenommen oder persönliche Anlagen verkauft werden müssen.
Wege aus der Spielsucht – ich bin spielsüchtig, Hilfe!
Nach der Gewinnphase folgt die Gewöhnungsphase, auch Verlustphase genannt. Die Betroffenen verbringen immer mehr Zeit mit dem Spielen und das Spielen ist bereits zur Gewohnheit geworden. Die Risikobereitschaft nimmt immer weiter zu und damit auch die Spielverluste. In dieser Phase mostbet versuchen die Spieler, ihr verlorenes Geld durch immer höhere Einsätze wieder reinzuholen – sie geraden in einen gefährlichen Teufelskreis. Allerdings sind nur Online-Casinos mit einer deutschen Konzession an dieses Sperrsystem angebunden.
Juli 2021 gilt in Deutschland der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). Dieser regelt die Zulassung von Online-Angeboten, stärkt den Jugend- und Spielerschutz und wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) überwacht. Das Gefahrenpotenzial bleibt dennoch hoch, da Online-Angebote rund um die Uhr und ortsunabhängig verfügbar sind.
In Deutschland erkennen sowohl die Rentenversicherungsträger als auch die Krankenkassen die Glücksspielstörung (Gambling Disorder) als psychische Erkrankung an. Diese Anerkennung hat für Betroffene wichtige sozialrechtliche Folgen für eine Therapie. Die meisten Menschen nutzen Glücksspiel zur Unterhaltung – mit Grenzen. Wird das Spiel jedoch zum Mittelpunkt des Denkens und Handelns, gerät die Kontrolle ins Wanken. Fachleute sprechen dann von der Glücksspielstörung (engl. Gambling Disorder). Sie ist eine psychische Erkrankung mit klar definierten Diagnosekriterien und gehört zu den Abhängigkeitserkrankungen.
Infolgedessen verschlechtert sich die Lebensqualität, während die Betroffenen ihre Gedanken fast ausschließlich auf das Glücksspiel richten. Um dieser Situation entgegenzuwirken, ist es entscheidend, Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen. Frühzeitige Intervention und professionelle Unterstützung können helfen, die negativen Auswirkungen der Spielsucht einzudämmen und den Weg zur Genesung zu ebnen. Das Verhältnis zu Freunden und Familienangehörigen ist in dieser Phase bereits zerrüttet.
Suchtkranke Spieler müssen daher Schritt für Schritt neu erlernen, mit ihrem Geld umzugehen, um so auch einen Weg aus ihren Schulden finden zu können. Wichtig ist hierbei, dass sie während ihres Heilungsprozesses nicht in Versuchung geraten, rückfällig zu werden – was sich oft als schwierig erweist. Meist treibt die finanzielle Not Spieler nämlich dazu, ihr Glück erneut beim Spielen zu versuchen. Betroffene sollten sich jedoch keineswegs auf die Angebote der Glücksspielanbieter einlassen. Schließlich sind diese darauf ausgelegt, den Spieler verlieren zu lassen.
Ambulante Suchtberatungsstellen, stationäre Fachkliniken, Suchtselbsthilfegruppen oder eine Psychotherapie können bei der Suchtbewältigung helfen. Allerdings nimmt nur etwa jeder oder jede Fünfte mit einer Glücksspielsucht Hilfe in Anspruch. Betroffene suchen häufig keine Hilfe, weil sie sich schämen, unentdeckt bleiben möchten, und das Problem lieber selbst lösen möchten. Auf Wunsch helfen sie bei der Suche nach einem geeigneten Therapieangebot und unterstützen bei der Antragstellung. Bei Bedarf vermitteln sie auch in ergänzende Angebote, zum Beispiel in eine Schuldnerberatungsstelle.
Betroffene wissen häufig nicht, wie und an wen sich sich mit ihren Problemen wenden sollen. Professionelle Hilfen bei Spielsucht gibt es schließlich in vielerlei Formen. Zudem spielt bei den ersten Hilfeschritten die Anonymität eine wichtige Rolle. In der Regel können zwar auch andere Hilfeanbieter anonym kontaktiert werden, doch ein einfaches Telefongespräch oder eine Email sorgen bei den Betroffenen für die erwünschte Distanz.